Samstag, 4. November 2017

5 Tipps, wie du deinem Kind den Schnuller abgewöhnen kannst




Das Entwöhnen des Schnullers ist immer ein Prozess. Niemals sollte man den Nuckel von heute auf morgen verschwinden lassen!
Warum Babys nuckeln

Schon im Bauch ihrer Mutter nuckeln Babys an Daumen oder Fingern.
Das Saugen lernen Babys also nicht erst, nachdem sie geboren werden. Das Saugen ist ein angeborener Reflex.
Dieser Reflex dient der Nahrungsaufnahme und ist somit existenziell wichtig für Babys. Aber das Saugbedürfniss der Säuglinge entsteht nicht nur, wenn sie Hunger haben.
Das Saugen dient auch ihrer Selbstregulation. So Saugen Babys neben der Nahrungsaufnahme vor allem zur Beruhigung und zum Stressabbau.

Das Nuckeln ist also für Babys extrem wichtig.
Ob Eltern ihren Babys einen Nuckel anbieten sollten, daran scheiden sich die Geister und es gibt sowohl gute Pro- als auch gute Kontra-Argumente.

In jedem Fall ist aber eines klar: Wenn man sich für einen Schnuller entschieden hat, kommt unweigerlich irgendwann der Tag, an dem man ihn auch wieder abgewöhnen muss.
Das Nuckeln ist auf lange Sicht nicht gut für den Spracherwerb der Kinder und bringt Kiefer- und Zahnverformungen mit sich. 
Es ist also gut, Kinder nicht über einen zu langen Zeitraum nuckeln zulassen und sich frühzeitig Gedanken zur Entwöhnung zu machen.


Das Entwöhnen des Nuckels ist immer ein Prozess. Niemals solltest du den Nuckel von heute auf morgen verschwinden lassen!
Besonders, wenn dein Kind oft und ausdauernd nuckelt, erzeugt dies bei deinem Kind unnötigen Stress. Stattdessen kannst du schauen, wie du das Nuckeln deines Kindes im Alltag reduzieren kannst.


5 Tipps zum Abgewöhnen des Nuckels:


Der Übergang zum Beißreflex 
Der Nuckel lässt sich umso leichter abgewöhnen, je weniger dein Kind an ihn gewöhnt ist. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass ungefähr um das erste Lebensjahr herum der Saugreflex durch den Beißreflex abgelöst wird.
Aus dem Bedürfnis zu nuckeln wird jetzt die Angewohnheit zu nuckeln.

Das heißt konkret: am Besten, die Abgewöhnung beginnt bereits jetzt. Jetzt kannst du deinem Baby z.B. Beißringe als Alternative anbieten.


Kurze Nuckelzeiten 
Von Anfang an kannst du darauf achten, dass die Nuckelzeiten bei deinem Kind nur so lang wie nötig und generell begrenzt sind.
Idealerweise bekommt dein Kind den Schnuller so selten und so kurz wie möglich. Das bedeutet, dass dein Kind den Nuckel nicht gewohnheitsmäßig und permanent im Mund haben sollte, sondern ihn nur dann bekommt, wenn es ein Bedürfnis zum Nuckeln hat, beispielsweise, wenn es traurig ist.
Wenn die schwierige Situation für dein Kind überstanden ist, bitte es, dir den Nuckel zu geben.
Das Bedürfnis zu nuckeln ist meistens schon nach wenigen Minuten befriedigt.




Ohne Schnuller sprechen
Mach dein Kind konsequent darauf aufmerksam, dass du es nicht verstehen kannst, wenn es mit dem Schnuller im Mund spricht. Dein Kind wird schon bald von ganz allein den Schnuller aus dem Mund nehmen, wenn es etwas erzählen möchte. Schließlich will es ja verstanden werden.


Die Verfügbarkeit
Achte darauf, dass du den Schnuller konsequent wegräumst. Der Nuckel sollte für dein Kind nicht ständig erreichbar und auch nicht sichtbar sein. Wenn dein Kind dir den Nuckel gegeben oder ihn weggelegt hat, räume ihn direkt in den Schrank.
Aus den Augen, aus dem Sinn, das funktioniert hier meist wunderbar!


Belastende Situationen vermeiden 
Das endgültige Abgewöhnen des Schnullers ist schwer für dein Kind. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass in der Zeit der Abgewöhnung keine weiteren belastenden Situationen für dein Kind dazu kommen. Beispielsweise eine Eingewöhnung in der Kita, ein Umzug oder die Geburt eines Geschwisterkindes sollten nicht zeitgleich zur Nuckelabgewöhnung stattfinden. 

Das waren meine 5 Tipps, wie du deinem Kind das Nuckeln langsam abgewöhnen kannst. Konsequent umgesetzt, werden sie den Einsatz des Schnullers im Alltag deutlich reduzieren. Kennst du noch weitere Tipps, die hier fehlen?

Wie du den Schnuller dann endgültig abgewöhnen kannst, das verrate ich dir demnächst hier im Blog.

Bis dahin interessiert dich vielleicht auch: Audio - Interview mit Nele (10): Was verstehst du unter Kindererziehung?






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