Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rezension: "Rettet das Spiel" von Gerald Hüther und Christoph Quarch

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Spielen ist nicht nur für Kinder, sondern auch für uns Erwachsenen wichtig. Neben der Förderung von Kreativität, entspannt spielen und verringert den Stress im Körper.
Rettet das Spiel
Wann hast du eigentlich das letzte Mal gespielt und dich in dieses Spiel so richtig vertiefen können? Wann zur Gitarre gegriffen und einfach drauf los gezupft? Wann hast du das letzte Mal mit Knete Welten erschaffen oder dich in Experimenten verloren? Wann das letzte Mal versucht, mit der Zunge die Nase zu berühren?

Was, schon ewig her? Du spielst gar nicht mehr? Weil du erwachsen bist und du dir spielen nicht mehr leisten kannst? Weil Spiel reine Zeitverschwendung ist?

Oh je, dann hat der Homo oeconomicus es sich in deinen Denkmustern schon sehr gemütlich gemacht.

Aber, es gibt Hoffnung, denn vereinzelt gibt es sie noch, die Homo ludens, die dir und mir wieder das Spielen näher bringen. Zwei von ihnen, Gerald Hüther und Christoph Quarch, haben ein wirklich interessantes Buch geschrieben und der Hansa Verlag hat mich gebeten, es zu rezensieren.



Rettet das Spiel! Weil Leben mehr als funktionieren ist!


Unter Eltern und Pädagogen ist die Diskussion schon länger entbrannt. Ist das Freispiel der Kinder verpuffte, vertane Zeit, in der die Kinder besser an angeleiteten Aktivitäten teilgenommen hätten? Durch Erwachsene gelenkt, und mit Augenmerk darauf, bestimmte Fähigkeiten zu erwerben oder zu vertiefen. Schließlich vergeht die Zeit so schnell. Schwupp, werden die Kinder eingeschult.
Nicht auszudenken, wenn sich hier Wissenslücken auftäten, entstanden, weil die Kinder nicht genug gefördert wurden, sondern einfach nur gespielt hätten!
So weit, so bekannt.
Nun aber weiten Gerald Hüther und Christoph Quarch die Diskussion aus. Es geht nicht mehr nur um unsere Kinder, nein, es geht um uns Erwachsene und unser Spielverhalten, denn wir Erwachsenen spielen nicht mehr.
Dabei befindet sich doch die Spielfreudigkeit bereits in unseren Erbanlagen.

Denn, so die Autoren, was machen unsere Gene anderes, als sich bei der sexuellen Fortpflanzung ständig neu zu verbinden und herum zu experimentieren, das Erbgut also spielerisch umzubauen?
Ein interessanter Gedanke. Der nichts zu tun hat mit dem, was wir unter Spielen verstehen, nämlich etwas, was uns keinen Nutzen, uns nicht voran bringt.



Die Philosophie des Spielens


Die alten Griechen sahen das noch ganz anders. Die Welt war ein Spiel, die Erde ihr Spielball.
Und wollten die Menschen den Göttern nahe kommen, so gelang das nur, in dem sie sich selbst ins Spiel vertieften. Dem Spiel kam also eine ganz andere Bedeutung bei.
Dass dies mit unserem heutigen Verständnis von Spiel wenig zu tun hat, wird auf dem ersten Blick deutlich.
„Rettet das Spiel!“ ruft uns auf, wieder zu Spielen.
Und zwar nicht, so wie wir Spiel mittlerweile gewohnt sind, mit „digital gesteuerten, perfekt funktionierenden Spielzeugen“ oder auf „sicherheitstechnisch perfekt gestalteten Spielplätzen“, sondern zweckfrei, in freien, unkontrollierten Räumen.
Jenseits von Konsum und Entertainment.
Wo es um nichts geht, außer um das spielerische Ausprobieren und Erforschen unserer Möglichkeiten. Wo kein Gewinn uns lockt. Nur die reine Freude am Spiel und Erkunden unserer Welt.






Die Spielverderber erkennen


Gerald Hüther und Christoph Quarch zeigen aber auch, dass dies keineswegs so leicht ist. Zu viele „Spielverderber“ stehen uns im Weg und missbrauchen das Spiel für ihre Zwecke.
Und wie so oft geht es um Gewinn, Kommerzialisierung und unsere Besessenheit vom Wachstum.
Aber, im Laufe des Buches lernen wir den Feind genau kennen.
Und das ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns wieder „Inseln der Lebendigkeit schaffen“ und den Zauber des Spielens wieder entdecken können.

Was uns das bringt, fragst du dich?
Mehr Gelassenheit und Freiheit. Jede Menge Aha- Momente, denn neue, wirklich innovative Ideen entstehen nur durch absichtsloses Spiel.
Und vor allem bringt es mehr Spaß, Lebendigkeit und Kreativität in unser Leben.



Also, lass uns Spielen!


Absichtslos und nur zur reinen Freude.
Das Spiel geht so:
Du möchtest „Rettet das Spiel!“ lesen? Super, dann schreib das in die Kommentarbox und ich schicke dir das Buch zu. Wenn du es ausgelesen hast, schickst du es an die nächste interessierte Person weiter. Selbstverständlich auch, ohne etwas dafür zu fordern.
Berichte dann hier, in welche Stadt du das Buch geschickt hast.
Ich bin gespannt darauf zu sehen, wo unser Buch überall landen wird.


Hier kannst du das Buch bestellen:
Rettet das Spiel!: Weil Leben mehr als Funktionieren ist






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1 Kommentar:

  1. Nun ist das Buch unterwegs zu Anja aus Halle. Liebe Anja, sag doch gerne bescheid, an wen du das Buch weiter gibst :-)

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