Dienstag, 20. September 2016

Veränderungen, die das Muttersein mit sich bringt

Mit der Geburt des Kindes, wächst man in die Mutterrolle hinein. Ein Prozess, der viele Veränderungen mit sich bringt.

Frida von 2Kindchaos fragt in ihrer Blogparade, wie man sich als Mutter/Vater durch die Geburt des Kindes/der Kinder verändert hat.
Und ja, es verändert sich vieles.
Natürlich, bin auch ich, wie die meisten um einiges strukturierter und organisierter geworden, aber viel spannender sind doch eigentlich die persönlichen Veränderungen/Entwicklungen.








Ich habe einen anderen Blick aufs Schwanger- und Muttersein entwickelt


Was hab ich nicht alles gehört, gelesen und erzählt bekommen vor und in der Schwangerschaft.
Schwanger sein, das schönste Gefühl von allen. Man fühlt sich rundum wohl und glücklich, ist vollkommen eins mit sich und der Umwelt und hat sich noch nie so wohl gefühlt, in seinem Körper.
Und das Glück geht weiter, ist das Baby erst geboren.
Geburtsschmerz?
Sofort vergessen, hält man das Baby erst im Arm.
Müdigkeit?
Halb so schlimm, schließlich ist man doch jetzt die glücklichste Frau Mutter der Welt.
Unsicherheit?
Quark! Instinktiv weiß eine Mutter sofort alles!
Erschöpfung?

Wovon denn? Endlich mal nur zu Hause sein und mit dem Baby kuscheln.
Sorry, dass ich das so sage, aber das ist bullshit. Natürlich, ich habe mich auch auf meine Tochter gefreut, war stolz und glücklich, als sie geboren war, aber trotzdem.....
Manchmal war ich unsicher, oft müde und ja, sogar unzufrieden. Darüber, dass mein Körper sich so verändert hatte, zum Beispiel.
Aber besser, man sag das nicht, denn als frisch gebackene Mutter bist du doch der glücklichste Mensch auf dieser Welt. Und das bitteschön 24h am Tag.
Ich weiß jetzt, das vieles, was von Müttern so selbstverständlich erwartet wird, einfach nur Mythos ist. Man ist nicht automatisch Mutter, sondern muss in diese Rolle hinein wachsen (dürfen).
Eine Beziehung zum Baby ist nicht automatisch da, sie muss sich aufbauen!
Das zu wissen, hat meinen Blick aufs Schwanger- und Muttersein wesentlich verändert.







Ich kenne nun das Biest in mir

Nichts kann und konnte mich je so wild machen, wie Menschen, die mein Kind ungefragt mit "guten" Ratschlägen á la "Das macht man aber so nicht!" behelligen.
Oder Menschen, die mein Kind anfassen, übergriffig sind, wenn sie beispielsweise dem Kind über den Kopf streicheln oder ihm in die Wange kneifen. Fremde Menschen! Als wären Kinder keine Menschen, sondern kleine Babykätzchen.
Diese Menschen wecken das Biest in mir. Dieses Biest ist mir nicht gänzlich unbekannt, nein, aber, dass es so wild sein kann, weiß ich erst, seit ich meine Tochter habe.





Ich sehe mehr potentielle Gefahren

Puh, findest du nicht auch, dass man sich permanent mit seinen Ängsten auseinandersetzen, sich und sein Verhalten reflektieren (können) muss? 
Überprüfen, ob die Angst vollkommen überzogen (so gut wie immer) oder doch ansatzweise realistisch (eigentlich nie) ist?
Permanent darauf achten, die Angst nicht aufs Kind zu übertragen?
Dem Kind beim Klettern zu sehen, ohne, dass sofort das Kopfkino die hässlichsten Stürze und Verletzungen als bunte Bilder im Kopf tanzen lässt?
Gar nicht so einfach.
Und so sage ich mein Mantra im geheimen auf, während das Kind klettert:“Autonome Bewegungsentwicklung, autonome Bewegungsentwicklung....“

Zulassen, dass meine Tochter das erste mal alleine zur Schule geht?
Klar, hab ich gemacht, man will ja das Kind nicht klein halten, will, dass es sich entwickeln kann. Aber warum entwickelt sie sich so viel schneller als ich? Ich brauch da länger.
Und ich weiß schon jetzt, an dem Tag, an dem sie das erste Mal nachts unterwegs ist, um tanzen zu gehen, besorge ich mir psychologische Betreuung 😅.

Und wie sieht es bei dir aus? Welche Veränderungen hast du an dir bemerkt, seit du Kinder hast?





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Kommentare:

  1. Hey Britta, ein ganz toller Text, vielen Dank dafür :) Ich hab ihn auch sehr gern geteilt :) Und das mit dem Tier finde ich sehr sympathisch! Liebe Grüße, Frida

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  2. Danke Frida, für das Kompliment! Ich habe gerne mitgemacht, weil ich es super finde, nicht nur über die Kinder zu sprechen, sondern auch über mal über die Eltern. Nicht alle Veränderungen kann man ja mit Leichtigkeit akzeptieren. Manchmal kann es da helfen, zu erfahren, dass es anderen ähnlich geht.
    Lieben Gruß,
    Britta

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