Montag, 5. September 2016

Kindheitserinnerungen zur Ernährung: Was prägte mein heutiges Essverhalten?



Ich mache heute sehr gerne bei der Blogparade von Nina mit, die das Thema Kindheitserinnerungen zu Essen und Trinken ausgewählt hat. Wer ein bisschen genauer hinschaut, oder mich kennt, weiß, dass das Thema Ernährung eine große Rolle in meinem Leben spielt. Mich beeinflusst noch jetzt als Erwachsene, wie mit dem Thema Essen in unserer Familie umgegangen wurde, als ich ein Kind war.
Kein Wunder also, dass ich mich mit Ernährung gerade auch im pädagogischen Kontext immer wieder befasse.




Hier kannst du mehr dazu finden:





Meinen Kindheitserinnerungen zum Thema Ernährung




Negative Erinnerungen

  • Was ich erinnere ist, dass Essen und besonders welche Menge davon gegessen wurde, immer ein großes Thema in unserer Familie war. Meine Eltern fanden mich immer besonders mäkelig. Wann ich Hunger hatte und wie viel ich aß, entschieden deshalb meine Eltern. 
  • Ich erinnere mich sehr erfinderisch gewesen zu sein, wenn es darum ging Essen „verschwinden“ zu lassen.
  • Auch erinnere ich Sätze wie „das schmeckt doch so nicht“ und daran, das weiter Butter unter die Nutella geschmiert, Soße auf den Kartoffelbrei getan wurde, obwohl ich das hasste.
  • Noch eine unangenehme Erinnerung: Grüne Bohnen. Mehr muss ich nicht sagen, oder?



Positive Erinnerungen

  • Ich erinnere mich liebend gern zurück, wie ich mit einer Mark in der Hand in den Zeitungsladen laufe, um mir eine „gemischte Tüte“ zu kaufen. Das bedeutete, dass die Verkäuferin eine bunte Auswahl verschiedenster Haribo Gummitiere für 5-10 Pfennig das Stück auswählte und ich mich überraschen lassen konnte, was sich nun in der Tüte befand. Herrlich!

  • Möhreneintopf von meiner Oma gekocht.... Ich muss aufpassen, dass ich nicht anfange zu sabbern. Ich weiß nicht, was ihre Geheimwaffe war, denn, auch wenn ich den Eintopf genau nach ihrem Rezept nachkoche - irgendwas fehlt.

  • Ich esse jetzt weitestgehend vegan, aber kennt ihr den Geruch von einer Gans, die im Ofen brutzelt? Zur Weihnachtszeit? Das habe ich so geliebt! Und keine Weihnachtsgans Auguste hätte je mein Herz erweichen können. Ich habe sie trotzdem verschlungen, immer!

Und nach diesem Geständnis ducke ich mich und schleiche leise aus dem Blog.




Welche Erinnerungen hast du zum Thema Essen an deine Kindheit?





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Kommentare:

  1. Liebe Britta,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag zum Thema. Ich finde es immer wieder krass, wie das mit dem Essen früher so gehandhabt wurde. Ich werde etwas wütend, wenn ich von diesen Zwängen lese und hoffe, dass du jetzt, als Erwachsene, nicht ZU SEHR davon geschädigt bist.
    Deine positiven Erinnerungen kann ich gut nachvollziehen. Ich habe ähnlich tolle Erinnerungen :)

    LG, Nina

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  2. Hallo Nina,
    danke für deinen Kommentar :-)
    Ja, was wir als Kinder erleben schleppen wir unter Umständen noch lange im Erwachsenendasein mit uns rum. Mittlerweile bin ich aber auch sehr ausgeglichen, was mein Essverhalten betrifft, obwohl ich immer wieder höre, ich hätte komische Angewohnheiten. Aber, das macht das Leben ja bunt ;-)
    Liebe Grüße!

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  3. Ich war als Kind auch sehr mäkelig, und sehr klein und dünn, und musste dann auch lange vorm Essen sitzenbleiben und aufessen (ich habe halt auch sehr langsam gegessen). Als Erwachsene bin ich immer noch sehr klein, aber normalgewichtig und musste mir erst mühsam wieder abtrainieren, mehr zu essen als ich kann, nur weil andere mehr essen. Es ist okay, als kleine Person kleine Portionen zu essen! Das haben meine Eltern aber lange nicht kapiert, die sind halt nicht so klein wie ich - aber das war ja keine böse Absicht und sie hatten halt Angst, dass ich verhungere ;)

    Ich hätte mir nur einen vernünftigeren Umgang mit Süßigkeiten gewünscht im Nachhinein. Es gab eine immer verfügbare große Süßigkeitenschublade, von der sich jeder fleißig bedienen durfte und von dieser "Süßkram ist immer in rauen Mengen verfügbar"-Gewohnheit muss man erstmal wieder loskommen :(

    Die Vorliebe für Möhreneintopf finde ich interessant, das war nämlich mein absolutes Hass-Essen als Kind ;) (auch den "Klassiker" Spaghetti mit Tomatensauce mochte und mag ich nicht, dafür Spinat umso lieber)

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  4. Hallo Nria,
    das sind wirklich interessante Parallelen. Ich war als Kind auch immer kleiner und auch lange Zeit leichter. Heute bin ich mit 1,52 m auch nicht gerade riesig ;-)
    Diese freiverfügbare Süßigkeitenschublade kenne ich auch. Was das sollte, verstehe ich bis heute noch nicht.

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