Mittwoch, 23. März 2016

Reizüberflutung - Wenn das Baby scheinbar grudlos weint



Zu viele Reize überfordern Babys schnell.
Illustriert von Nele (9)




Ostersonntag im Strandbad Weißensee.
Meine Tochter und ich liegen im Strandkorb, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen, genießen das erste Eis des Jahres, hören der Live Jazzband zu und plötzlich tanzt sie sich in mein Blickfeld.

Eine Mutter mit ihrem Säugling im Arm.
Direkt vor die Band.
Da tanzt sie also, zwei, drei Lieder lang und während ich denke „Hui....ganz schon laut für diesen kleinen Säugling.“ scheint sie zu denken:“Oh, er sieht ja gar nichts!“ und schwups dreht sie den Kleinen mit dem Gesicht zur Band.

Ich beobachte die beiden noch eine Weile und habe eine Ahnung, wie der Tag für sie enden wird.
Und auch eine Erklärung.





Wenn das Baby scheinbar grundlos weint und sich schwer beruhigen lässt



Dann könnte es sein, dass es ein sehr anstrengender Tag mit vielen Eindrücken war.
Es gibt den ganzen Tag über viele Reize, die alle Sinne ansprechen.
Das ist anstrengend für Babys, denn diese Eindrücke können sie noch nicht filtern und einordnen.
Aber, sie können ganz deutlich zeigen, dass es gerade zu viele Eindrücke sind.
Wenn sie zum Beispiel die Finger oder Zehen spreizen, den Blick abwenden oder Arme und Beine zur Körpermitte führen.
Und sie haben sogar Strategien zur Selbstregulation.
Das Saugen am Daumen oder an der Faust zum Beispiel.
Wir müssen nur hinsehen und beobachten.
Und wissen, dass Dinge, die uns Erwachsene erfreuen, einen Säugling enorm unter Stress setzten können.





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