Donnerstag, 17. März 2016

Mumu und Pippimax gibt es nicht - Sexualerziehung und Aufklärung von Kindern




Kennst du das?
Wenn Kindergartenkinder ihre Körperteile benennen hört sich das oft so an:
Kopf, Brust, Arm, Bein, Mumu

Mumu...?


Warum sollten wir nicht die Gechlechtsorgane ganz selbstverständlich benennen, so, wie wir es bei unsere anderen Körperteilen auch tun?
Illustriert von Nele (9)




Natürlich wollen Eltern, dass ihre Kinder lernen, selbstbestimmt mit ihrem Körper umzugehen, dass sie klar und deutlich sagen können, wenn sie etwas nicht möchten.
Dass sie aber diese gesunde Entwicklung oft behindern, ist den meisten Eltern nicht bewusst.
Vielen Eltern fällt es nämlich ausgesprochen schwer, offen und unbefangen mit ihren Kindern über Sexualität zu reden.
Sie sind peinlich berührt, wenn ihre Kinder ihnen Fragen stellen und schieben die Beantwortung dieser Fragen immer weiter hinaus.

Dabei fängt die Aufklärung von Kindern nicht irgendwann an, wenn sie größer und "alt genug" sind, sondern findet idealerweise die ganze Zeit statt, alters- und entwicklungsgerecht.

Idealerweise....


Oft fällt es Eltern jedoch schon schwer, die Geschlechtsteile korrekt zu benennen


Bezeichnungen wie Pipimax, Pullermann, Muma oder Schnecke sollten Eltern jedoch am Besten vermeiden und statt dessen die Geschlechtsorgane von Anfang an richtig benennen.

Schlicht Scheide und Penis, damit alle Kinder wissen, was gemeint ist.



Nur wer seinen Körper kennt, kann bemerken, wenn etwas mit ihm nicht stimmt.
Illustriert von Nele (9)

Das ist entscheidend, denn Kinder tauschen sich untereinander aus und sind dann verwirrt: Warum hat das eine Mädchen eine Muma und das andere eine Mumu, wo doch beides gleich aussieht?


Es ist wichtig, dass Kinder von klein auf lernen, wie ihre einzelnen Körperteile heißen



Und zwar alle Körperteile.
Für eine gesunde Sexualentwicklung und ein positives Körpergefühl der Kinder, ist es enorm wichtig, dass wir unsere Scham nicht auf sie übertragen!
Sonst haben Kinder von Anfang an ein ungutes Gefühl, dass sie nicht einordnen können und sie lernen so, dass mit bestimmten Teilen ihres Körpers irgend etwas nicht stimmen kann.

Das birgt ein großes Risiko, denn nur Kinder, die ihre Körperteile und deren Funktionsweise kennen, können sicher bemerken, wenn mit diesen etwas nicht stimmt.
Sie können besser auf ihr Gefühl vertrauen, wenn sich etwas nicht gut oder komisch anfühlt.

Und am wichtigsten: sie können sich dann selbstsicher und ohne Scham Hilfe holen.


 Das Video dazu findest du hier:








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